Musikstadt Cremona

Nachdem es in den letzten zwei Wochen um so viel Süßigkeiten ging, möchte ich diesmal einen Einstieg in die Musikstadt Cremona geben.

Schon Mozart war als Knabe auf seiner ersten Italienreise im Januar 1770 in Cremona und hat hier ein Konzert gegeben. Das kleine Genie, das von seinem Vater Leopold begleitet wurde, übernachtete in dem damaligen Luxushotel „Albergo della Colombina“ neben dem Palazzo dei Militi, auf der Piazza del Vescovado, des Bischofs. Heute ist das die Piazza del Comune, der Rathausplatz. Am 20.1.1770 asisstierte Mozart bei der Aufführung des Melodramas “La Clemenza di Tito” des Napolitaners Valentini im heutigen Teatro Ponchielli. Damals nannte man es noch Teatro Nazari, nach dem Inhaber des Theaters.

Cremona ist aber auch Musik pur, es ist die Geburtsstadt von Monteverdi, Stradivari, Guarneri, Amati und Mina. Aber eben nicht nur die Geburtsstadt sondern auch die Stadt ihres Wirkens. Was man im Falle von Stradivari, Amati und Guarneri überall in der Stadt noch sehen kann in Form der vielen Geigenbauer. Hier lebt diese Handwerkskunst noch immer und steht in voller Blüte.

20141026_144654Cremona ist die Welthauptstadt des Geigenbaus, der alten Kunst der Konstruktion der Geige und anderen Saiteninstrumenten. Eine Vormachtstellung, auf die die Stadt stolz sein kann. Die Geige ist wohl das Musikinstrument, das am meisten Gefühle und Emotionen auslösen kann und damit die Seele zu berühren weiß. Mehr als zweihundert Geigenbauer führen die Tradition ihrer berühmten Vorgänger Antonio Stradivari sowie der Familien Amati und Guarneri fort. Jedes Jahr kommen Studenten aus der ganzen Welt hier her und erhalten eine hervorragende Ausbildung in der renommierten internationalen Schule des Geigenbaus. Es ist sogar für Interessierten möglich, am Herstellungs-prozess der Instrumente teilzuhaben. Einige Geigenbauer geben dazu Gelegenheit nach Vereinbarung eines Termins.

Die herausragende internationale Klasse des Geigenbaus in Cremona wird besonders im Museum der Violine präsentiert. Dort kann man alles erfahren und lernen über die magische Welt der Violine und selbstverständlich auch hören. Die akustischen Voraussetzungen in diesem Museum sind optimal, um die „Stimmen“ der Geigen zu genießen.

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