Porte Aperte Festival in Cremona

Cremona hat dieses Jahr mit dem „Porte Aperte Festival“ („offene Türen“) ein großes Angebot an Lesungen und Workshops mit Autoren und Poeten, Ausstellungen sowie Konzerten auf die Beine gestellt. Die vielen verschiedenen Veranstaltungen im kleinen Rahmen sollten die Besucher anregen, zu lesen, sich mit Literatur, Poesie und Musik auseinanderzusetzen und selbst kreativ zu werden. Das Programm war so reichhaltig, dass man sich schon rauspicken musste, was für einen selbst am wichtigsten erschien.

Wer zumindest einen optischen Eindruck der vielen Veranstaltungen haben möchte, kann diesen am besten auf der Facebook-Seite von Porte Aperte Festival bekommen. „Porte Aperte“ waren es auch, da viele Veranstaltungen an den ehemaligen Stadttoren Cremonas stattfanden. Aber auch einige historische Palazzi öffneten ihre Tore für die Veranstaltungen. Das ist dann immer ein doppeltes Erlebnis: Den Innenhof eines Palazzos sehen und die eigentliche Veranstaltung.

Ein Wiedersehen gab es bei diesem Festival mit einem Trio cremonesischer Studenten: MalaTempúra. Ihnen bin ich bei meinem Weihnachtsspaziergang in 2014 schon einmal begegnet.

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Der Perkussionist, der eigentlich Pianist ist, kommt aus Aquila in den Abruzzen, der Gitarist aus Mailand und der Saxophonist aus Ragusa in Sizilien. Alle drei studieren und wohnen in Cremona und sind extrem vielseitig in ihrem Musikrepertoire, sei es Jazz, Klezmer, Folk, Pop etc. Sie lassen und wollen sich nicht in Schubladen einordnen lassen.

Diesmal hatte MalaTempùra aber eine besondere Rolle. Sie spielten sozusagen „Rattenfänger von Hameln“. Denn sie brachten am Samstag die Besucher eines Veranstaltungsortes zum nächsten Veranstaltungsort des „Porte Aperte Festivals“ mit ihrer Musikbegleitung. Das ist wahre Straßenmusik. Da war es auch sehr hilfreich, dass das Sopransaxophon so handlich ist. Wie man auf dem Foto sehen kann, hat es nicht, wie üblich, eine gestreckte Form, sondern es ist ein gebogenes Modell. Sieht man auch nicht alle Tage. Damit das aber nicht nur ein theoretischer Diskurs ist, hier nun ihre Version des berühmten „Lemon Tree“

A la prossima – wie man in Italien sagt -, bis zum nächsten Mal …

Am Sonntag gab es dann eine andere Art von „Rattenfängern“. Ein Trio, dass mit mittelalterlichen Klängen auf sich aufmerksam machte. Und auf ihre Art das interessierte Publikum zum nächsten Veranstaltungsort führte.

Es ist Cremona mal wieder gelungen, für jeden Geschmack im kulturellen Sektor etwas zu bieten. Über ein Konzert im Rahmen des Festivals, was mir besonders gefallen hat, berichte ich in meinem nächsten Beitrag.

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